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Fragen und Antworten (FAQ’s) zur Blutegeltherapie

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Gesendete Beiträge von: Aurich
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Nach Blutegelbehandlung sind die regionalen Lymphknoten geschwollen. Woher kommt das und was kann man dagegen tun?

Zunächst einmal sind regionale Lymphknotenschwellungen völlig harmlos und darin begründet, dass das Blutegelsekret lymphstrombeschleunigend wirkt und manchmal an den „Grenzposten“ Stauungen verursachen kann. Die Schwellungen müssen nicht unbedingt behandelt werden, da sie von alleine wieder abklingen. Man kann, um den Rückgang der harmlosen Schwellungen zu forcieren, naturheilkundliche Lymphmittel geben (z. B. Lymphdiaral® intern und extern)
Blutegel dürfen nur einmal verwendet werden, somit scheidet eine Übertragung menschlicher Pathogene grundsätzlich aus.
Die Bisse haben sich entzündet, sind von einem Hof umgeben, jucken stark und die Umgebung (meist eine Extremität) ist geschwollen und spannt. Was ist die Ursache und welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Hierbei kann es sich um lokale Reaktionen auf das Blutegelbakterium Aeromonas sp. und/oder eine allergische Reaktion handeln. Gerade nach Blutegelansatz unterhalb der Leiste oder am Arm ist es besonders wichtig, die behandelte Extremität ca. drei Tage überwiegend hoch zu lagern. Nachdem die Blutung zum Stillstand gekommen ist, sollten zudem kühlende Umschläge gemacht werden. Wenn diese Maßnahmen entsprechend angeordnet und befolgt werden, können oft im Vorfeld starke lokale Nebenwirkungen vermieden werden. Maßnahmen: Hochlagern, kühlen, lokal und intern Antihistaminika (Fenistil®, Ceterizin hochdosiert), ggf. zusätzlich hochdosiert Enzympräparate, homöopathisch: Apis, Ledum, Ruhe bewahren! Die Beschwerden klingen meistens nach ein paar Tagen wieder ab.
Die bläuliche Färbung entsteht durch Hämatombildung infolge der gerinnungshemmenden Wirkung des Blutegelspeichels verbunden mit dem hohen Saugdruck des Blutegels an empfindlicher Haut.
In vielen Fällen wird von einem Juckreiz berichtet, der bei einigen Patienten als sehr massiv empfunden wird. Ein Kratzen führt häufig zu Sekundärinfektionen und sollte unbedingt vermieden werden. Um den Juckreiz zu lindern, kann ggf. leicht auf die Wunde geklopft werden bzw. sind folgende „Behandlungen“ hilfreich. Äußerlich: Fenistil®-Gel, Quarkwickel, Alkoholumschläge. Innerlich: Apis, oder Ledum ggf. Antihistaminika, Spenglersan®-Kolloid G
Die Egel bewegen sich ggf. etwas, bleiben aber mit dem vorderen Saugnapf an der Bissstelle haften, bis sie mit der Blutaufnahme fertig sind. Danach fallen sie ab bzw. kriechen weg, beißen aber nicht mehr erneut.
Nein, diese FAQs dienen lediglich zur Erinnerung an grundsätzliche Fakten. Eine gründliche Schulung/Unterweisung in Theorie und Praxis der Blutegelbehandlung ist unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Behandlungen.
Das Schmerzempfinden ist sehr individuell und von der Ansatzstelle abhängig. In der Regel wird von einem Schmerzempfinden vergleichbar der Berührung mit einer Brennnessel, oder einem Insektenstich in die Vene berichtet.
Die Nachblutung bei einem Blutegelbiss war sehr stark, besonders lang andauernd und der Egel fiel auch bereits nach kurzer Zeit dick und satt ab. Woran liegt das?

Vermutlich saß der Egel direkt über einer oberflächlich verlaufenden Vene. Beachte: Im Bereich der Extremitäten immer am stehenden Patienten die Ansatzstellen lokalisieren und markieren, da dann der maximale Füllungszustand der Gefäße gewährleistet ist und man nicht versehentlich direkt über einer Vene ansetzt.
Die normale Dauer der Nachblutung beträgt 8 – 24 Std.
Leider gibt es noch keinen Nachweis, dass Blutegel nach einer Anwendung KEINE Krankheiten übertragen .
solange dieser Nachweis nicht erbracht ist gibt es die Vorschrift, Blutegel nach der ersten Anwendung zu töten um eine Infektion oder Übertragung von Krankheiten auszuschliessen.

Früher hatten wir zu diesem Zweck sogenannte "Rentnerteiche" in denen diese Egel ihren Lebensabend verbringen durften, dies wurde uns aber leider verboten.

 
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