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Fragen und Antworten (FAQ’s) zur Blutegeltherapie

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Bestimmungen zur Tötung kritisch hinterfragen?  XML
Forum-Index » offene Diskussion über Blutegel
Autor Beitrag
Anonymous





Schon mehrmals habe ich Biebertaler Blutegeln bei der Arbeit zugesehen. Die Tiere sind beeindruckend, der Erfolg ist ungeheuer.

Bedrückend allerdings ist der Gedanke, dass diese wunderbaren Tiere ihr Leben zu so frühem Zeitpunkt beenden sollen.

Meine Frage ist, ob man das auf Dauer so hinnehmen muss, oder, ob es Möglichkeiten gibt, sich gegen die Bestimmungen zur Wehr zu setzen. Wie überall haben wir doch auch hier die Aufgabe, mit der Schöpfung sorgsam umzugehen. Blutegel sind kein Arzneimittel. Sie sind Lebewesen, auch, wenn sie kein Gehirn haben.

Ich möchte "meine Egel" nicht töten. Sie sind nach ihrer Mahlzeit äußerst lebendig und haben mir einen großen Dienst erwiesen. Warum sollte man es ihnen so schlecht danken. Und mit welchem Recht werden säckeweise türkische Egel eingefangen, um sie nach einer Quarantänezeit einmal saugen zu lassen und dann zu "Restmüll" zu verarbeiten?

Wie kann es Privatpersonen untersagt sein, diesen Tieren ein Zuhause zu geben?

Wer hat ein Interesse an diesen Bestimmungen? Wem dienen sie?

Mich wundert, dass in einem Egelforum noch niemand vor mir diese Gedanken ausgesprochen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Ärzte, Tierärzte, Therapeuten die Egel ohne Skrupel beseitigen.

Ich denke, es ist an der Zeit, dieses Thema zu diskutieren.

Ob dieses Forum der richtige Ort dafür ist, weiß ich nicht. Ich hoffe es, denn immerhin hat die Biebertaler Blutegelzucht Rentnerteiche betrieben, bis man es den Mitarbeitern untersagt hat. Der Betrieb von Rentnerteichen ist sicherlich aufwendig und teuer. Deshalb ist wohl davon auszugehen, dass die Betreiber nicht nur Profit, sondern auch das Wohl der Tiere im Auge hatten.

Auf Ideen und Gedanke zum Thema freut sich
Vampirino

Anonymous



Guten Tag!

ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen, weil in einem Schildkrötenforum über Egel geredet wurde.

ich bin absolut völlig Ihrer Meinung, es ist mir unverständlich, wie man als Mensch nicht eine große Dankbarkeit empfinden kann, der Schöpfung und den Lebewesen gegenüber.

Leider ist es ja nichts Neues, dass sämtliche Tiere und Lebewesen gequält und gefoltert werden, um irgendeines Menschen Genüsse zu befriedigen. Schon den großen Säugetieren gegenüber gibt es keinerlei Gefühle. Eine riesige Anzahl von Tieren wird gequält und geschlachtet, und ihr Fleisch wird oft weggeschmissen, weil es viel zu viel davon gibt. Massenweise kleine Säugetiere werden gefoltert, um irgendwelche Kosmetikprodukte zu testen, die kein Mensch braucht. Wie sollen da Blutegel eine Lobby haben, die doch von den meisten Menschen nur mit "igitt" betitelt werden? Ich kann schon im Geiste hören, wie die sogenannten aufgeklärten Menschen mich lächerlich finden.
Wie der Mensch mit seiner Umwelt umgeht, ist in höchstem Maße verwerflich. Egel sind kein praktisches Produkt, das man wegschmeißen kann, sondern Lebewesen, ein Teil der lebendigen Natur, der wir mit Respekt und unendlicher Dankbarkeit begegnen sollten.

Sollte ich jemals Blutegel benötigen, werde ich mir welche abseits von sämtlichen Laboren und Arztpraxen suchen und sie nach der Anwendung wieder freilassen. Tut mir leid, dass ich damit den Betreibert dieser Seite nicht unterstützen kann, aber ich möchte so wenig als möglich eine Industrie unterstützen, die keine Menschen gesund macht, sondern sie weiter von ihrem wahren Selbst entfernt und alle Lebewesen zu bloßen Summen um Kapitalmarkt macht.

Gruß.
Anonymous



Genau das ist mein Problem.
Schon seit längerer Zeit behandle ich nicht mehr mit Blutegeln, da ich sie hinterher töten muß.
Wie kann das sein? Gerne würde ich weiterhin die tolle Behandlung anbieten, aber moralisch vertreten kann ich sie nicht.
Nicht nur, daß es mit hinterher übel ist, ich möchte es auch keinem anderen zumuten, für mich diese arbeit zu übernehmen.
Ich finde es außerdem sehr schade, daß diese Frage tatsächlich so wenig Menschen beschäftigt.
Anonymous



Hallo allerseits,

ich bin auch neu hier und möchte mich bezüglich der Tötung von Blutegeln ebenfalls äußern.
Wie schon meine beiden Vorredner, schließe ich mich ebenfalls deren Meinung an das die Egel
auf jeden Fall weiterleben müßen und ohne Bedenken sicherlich so oft wie möglich zum Einsatz kommen sollten.
Natürlich nur wenn dem Egel quasi wieder der Magen knurrt.
Ich finde es pervers wie aus medizinischer Sicht mit Tieren umgegangen wird, man sollte dankbar und voller
Ehrfurcht sein was diese Tiere ermöglichen.
Ich bin mir hundertprozentig sicher das die Egel, selbst wenn sie von einer Person durch die Aufnahme von dessen Blut "infiziert" wären, in ihrem Körper die infizierten Keime, Bakterien, was weiß ich, entsprechend neutralisieren können. Und somit würde weder für dieselbe Person, noch einer neuen Person bei einer weiteren Behandlung mit demselben Blutegel eine Gefahr darstellen.
Und mal ehrlich, ich würde mich sowieso nicht an eine Anweisung halten ein Tier zu töten, so ein Blödsinn kann auch nur wieder aus Deutschland kommen! Ich denke das das auch viele private Halter und Nutzer von Blutegeln so machen, zuallererst aus Respekt gegenüber dem Tier was dem Menschen Leid erspart und zum anderen hat man ja eine Investition getätigt die ja auch nützlich ist und es wäre ja schwachsinnig so eine Investition gleich wieder ad absurdum zu führen.
In der Hoffnung das diesbezüglich bald ein Umdenken stattfindet werde ich dies weiter beobachten.

Mit liebem Gruß

Andreas Ott
Anonymous



Hallo!
Ich finde es auch grausam, dass die Tierchen nach nur einer Anwendung getötet werden, vorallem wenn man bedenkt, dass sie sehr alt werden (im Internet findet man Angaben zwischen 10 und 30 Jahren )

Ich habe mir 3 Blutegel (als Privatperson) in der Apotheke gekauft und halte sie als Haustiere.
Als Arzneimittel hab ich sie bisher nicht verwendet, nur mal zum testen "angelegt".
Seither nehme ich mir zur Fütterung etwas Blut ab und fülle es inklusive Blutegel in ein Schüsselchen (ist sauberer und klappt auch gut).

Ich beobachte sie sehr gerne und sie sind optimale Haustiere: 2 Mal im Jahr füttern und alle paar Wochen mal Wasser wechseln.Nur der Deckel muss dicht sein! Die passen durch ein Loch mit 1mm Durchmesser! Ich halte sie mit 3 Apfelschnecken, Garnelen und einem Zwergkrebs in einem 40 liter Aquarium seit 2 Jahren.Ich verwende billiges stilles Wasser in Flaschen. Leitungswasser mit Aquasafe (gibts im Zoofachhandel/Dehner..) geht auch.

Jedem der seine Blutegel nicht umbringen will empfehle ich die Haltung im Aquarium!
Wenn man sie ohne andere Tiere hält, muss man das Wasser nur in einigen Wochen nach der Fütterung regelmäßig wechseln.
Danach kacken sie so selten, dass das Wasser sehr lange frisch bleibt (auch in kleineren Aquarien).
Bisher haben sie sich auch nicht vermehrt. (Habe gehört nach der 1. Fütterung mit Blut eines gleichwarmen Tieres (Mensch) werden alle weiblich, vorher sind sie männlich...keine Ahnung, ob das stimmt.)

liebe Grüße


Anonymous



Was würde denn mit Ihnen geschehen in der freien Natur, wenn man sie nach getaner Arbeit zb in den Rhein läßt?
Spräche hier was dagegen?

Danke und Gruß
Aurich



Beigetreten: 24/10/2008 09:40:49
Beiträge: 26
Standort: Biebertaler Blutegelzucht GmbH
Offline

der nachfolgende Link macht sehr deutlich, welche Probleme beim Aussetzen von Blutegeln auf die Blutegeltherapie zukommen können.......
http://vorarlberg.orf.at/radio/stories/2506001/
[WWW] [Yahoo!] aim icon [MSN] [ICQ]
animalleech



Beigetreten: 30/01/2011 13:37:27
Beiträge: 1
Offline

Ich kann die Diskussion über die Tötung der benutzten Egel immer wieder sehr gut nachvollziehen, weil es auch mir jedesmal in der Seele weh tut, wenn ich sie nach erfolgreicher Arbeit entsorgen muss. Aber aus langjähriger Erfahrung, auch noch aus Zeiten liberalerer (bzw. gar keiner) Gesetzgebung weiß ich, dass die Egel nach einer therapeutischen Mahlzeit häufig so überfressen sind, dass ihre Überlebenschancen sehr gering werden. Das ist natürlich überhaupt keine Entschuldigung für den Umgang und den mangelnden Respekt vor der Evolution und unseren Mitgeschöpfen, ich bin auch gegen das aktive Töten. Aber aus dieser Erfahrung bin ich auch gegen das unkontrollierte Aussetzen, da die Egel, die nun schon von der übergroßen Mahlzeit gestresst sind, an unsere Witterung und unsere Gewässer nicht angepasst sind, so nun garantiert auch sterben. Es ist also nur Augenwischerei. Es ist in meinen Augen viel sinnvoller, sich für eine Änderung der aktuellen Gesetze zu engagieren, um den überlebenden Egeln dann wenigstens reelle Chancen in einem Rentnerteich zu ermöglichen. Darüber kann man mehr erfahren, wenn man sich bei dem Verein DGTHA, der sich u.a. für den Artenschutz der Egelarten einsetzt, erkundigt. Dort leisten viele engagierte Blutegeltherapeuten wertvolle Beiträge, die hoffentlich irgendwann zu einer Verbesserung der aktuellen Situation führen: www.dgtha.de

Animalleech

Anonymous



Guten Abend,
nach Erfahrungen mit eigenen Egeln kann ich nur empfehlen, die Egel wirklich nur einmal saugen zu lassen. Auch in die freie Natur würde ich sie niemals aussetzen. Die Bissstellen entzünden sich beim zweiten Biss vom gleichen Egel recht schnell (bei einem Egel war dies sogar nach dem ersten Biss der Fall) und man hat recht lange "Freude" an der Wunde.
Das würde ich keinem unbeteiligten Dritten wünschen, der dann eventuell mein ehemaliges Egel am Bein hängen hat...
Ganz zu schweigen von dem Risiko, dass er vielleicht mit irgendwelchen Erregern, die eventuell in meinem Blut vorhanden sind, aber vom Immunsystem in Schach gehalten wurden, infiziert werden könnte.
"Entsorgt" habe ich die Egel trotzdem nicht.
Ich werde versuchen, sie von nun an mit Blut aus einem Einmal-Handschuh oder Luftballon zu füttern.
Anonymous



Hallo, als Tierschützer kommt es für mich auch nicht in Frage, jemanden zu töten, nur weil eine Behörde das so will. In den 6000 Jahren, in denen Behandlungen mit Egeln dokumentiert sind, ist nicht ein Fall verzeichnet, indem ein Egel eine Krankheit übertragen hat! Das geht auch überhaupt nicht, da sein Mundraum durch die Zusammensetzung des Speichels absolut keimfrei ist! Auch nach milliardenfacher Anwendung in der heutigen Zeit ist nicht ein einziger Fall bekannt geworden. Es gibt also absolut keine Berechtigung für solch drastische Schritte wie eine Tötung! Das ist ein Geschäft mit der Angst, bei der mal wieder nur die Pharmaindustrie gewinnt.

Einzig wenn sich der Egel in die Wunde übergibt, weil er erschreckt wird, oder so lange hungern musste, dass er zu gierig wird und sich überfrisst, kann eine Wundinfektion auftreten. Dann lasst halt die Egel nicht so lange hungern. Wie ein Verdurstender in der Wüste, wenn der zuviel auf einmal trinkt, stirbt er auch!

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass noch sehr viele Egel aus der Natur geholt werden, weil garnicht so viele gezüchtet werden können und die auch schon sehr oft wen oder was auch immer gebissen haben, muss man sich fragen, warum die dann noch jemanden beissen dürfen? Da ist das plötzlich kein Problem?Und soll mit einer "Quarantäne" die Gemüter beruhigen? Warum kann man das dann nicht in der eigenen Praxis praktizieren?????

Meine jedenfalls halte ich im Aquarium und sie dürfen alle 2-3 Monate, wenn sie wollen, jemanden von uns beissen. Mal meinen Hund, mal mich, mal meinen Mann, dann den anderen Hund. Jeder hat mal ein Wehwehchen. Nach einem Biss bleiben sie 2 Wochen in einem Einmachglas, zum "Ausbluten", dann wieder ab ins Aquarium. Dann stürzen sie sich auch nicht vollkommen ausgehungert und gierig auf einen.

Töten im Auftrag ist Mord. Nur nicht für Rassisten. Die Geschichtsbücher sind voll davon. Da mach ich nicht mit. Zumal wenn es auch noch gegen jede Vernunft ist. Man wird nie "wissenschaftlich" beweisen können, dass eine Krankheitsübertragung nicht möglich ist, weil dahingehend garnicht geforscht wird! Schliesslich müsste nach ein paar Jahrhunderten wohl ein Ergebnis vorliegen, meint ihr nicht?
Daria2012



Beigetreten: 29/06/2012 10:32:22
Beiträge: 1
Offline

Hallo,
da ich im Moment recht viele tierische Patienten für Egeltherapie habe, habe ich natürlich auch immer mehr "verbrauchte" Egel, die ich in meinem Gartenteich gerne verrentnern würde,aber wie verhindere ich,daß die lieben Kleinen ausbüxen ???
Hat da Jemand einen Tipp-vielen Dank !
Gruß Daria2012
Anonymous



es war für mich eine sehr gute unterhaltung, weil ich will mir ein paar egel anschafen. nur hier in Bulgarien habe ich noch nichts gefunden, also lasse ich es mir aus deutschland kommen lassen. Aber ich werde die nie töten, sonder für eigenbedarf immer wieder nutzen. hier waren sehr gute infos für mich für die haltung und fütterung. nun bleibe ich auf dieser seite. und meine erfahruengen werde ich auch hier schreiben. und hofe auch auf weiter infos.
danke Katharina.
Anonymous



Hallo zusammen!

Ich finde es gut, das hier ein thread zu diesem Thema eröffnet wurde, aber es stimmt mich sehr traurig, dass so wenige sich hier dazu äussern und darüber nachdenken. Die Dankbarkeit und die Achtung vor der Schöpfng und diesen Lebewesen, die uns einen großen Dienst erweisen, macht für mich ein Töten und die "Entsorgung im Hausmüll" unmöglich.

Wie kaltherzig sind die Menschen nur?
***
Das ist das typische "Ausbeutungschema" mit dem WIR MENSCHEN seit viel Jahren die Erde AUSSAUGEN.
Wir nehmen uns was wir wollen, weil wir die stärkeren sind, und entsorgen möglichst schnell, was wir nicht mehr für gut befinden.
Aber das Ent-Sorgen ist meiner Meinung nach ein Trugbild. Ich glaube, das die Sorgen hintenrum wiederkommen.
Das die Heilung nicht von Dauer ist, wenn nicht das Herz und die Liebe mit im Spiel sind.
***

Mit dem Wunsch, dass es immer mehr Menschen gibt, die ihr ethisches Empfinden entwickeln und andere Wege, um mit diesen Lebewesen zu arbeiten
grüße ich alle hier
Andrea Siedler, Bonn

Anonymous



Dass die Egel nach dem therapeutischen Einsatz nur eine geringe Überlebenschance haben, weil sie zu überfressen sind, halte ich für ein Gerücht. Wenn die Egel kurz nach der Mahlzeit versterben, liegt dies wahrscheinlich an falschen Haltungsbedingungen, aber nicht an Überfressung.
Es ist ein natürliches Verhalten von Blutegeln, sich "bis zum Anschlag" mit Blut vollzusaugen, ob in der Therapie oder in der freien Natur. Meine Blutegel sehen nach jeder Fütterung so aus, als würden sie platzen, aber es geht ihnen immer noch gut.
Ich würde mir wünschen, dass man irgendwann einen Weg findet, die Egel auch nach dem medizinischen Einsatz weiter leben zu lassen. Schließlich können sie über ein Jahr ohne Nahrung überleben, und sind nach dieser Zeit bei hygienischer Haltung sicher nicht infektiös. Als Privatperson lässt sich die Haltung "benutzter" Egel im Aquarium gut umsetzen, ich habe an meinen Tierchen viel Freude und würde sie niemals töten.
Anonymous



Hallo
Ich habe 3 Blutegel gerettet von einem Therapeuten sie saßen an Hunden es ist jetzt ein Jahr rum und ich weiß nicht mit was ich sie füttern soll?Kann mir jemand helfen?
 
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