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Rechtliche Verantwortung beim Erwerb von Blutegeln zur therapeutischen Anwendung am Patienten

 

Vor dem Hintergrund der unmittelbaren Ansprache unserer Kunden durch Blutegelvertreiber, die über keine arzneimittelrechtliche Herstellungserlaubnis verfügen und medizinische Blutegel nicht als Arzneimittel in Verkehr bringen dürfen, möchten wir kurz über die Rechtssituation bei Erwerb dieser Blutegel informieren. Da diese Blutegel bei Abgabe durch den Vertreiber nicht als Arzneimittel gelten, ist für den Therapeuten ein Einsatz am Patienten mit unkalkulierbaren Risiken verbunden, insbesondere wenn es zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen kommen sollte. Bei den „medizinischen Blutegeln“ vorgenannter Vertreiber handelt es sich nicht um Arzneimittel, so dass die Vertreiber auch keinerlei Sicherheits- und Qualitätskriterien erfüllen (oder einhalten) müssen. Vor einer Bestellung bei alternativen Anbietern sollten Sie sich schriftlich versichern lassen, dass der Vertreiber die Blutegel als Arzneimittel in Verkehr bringen darf.

 

Bei Bedarf sollten Sie sich vom Unternehmen die Registrierungsnummer des gültigen GMP-Überwachungszertifikats (Good Manufacturing Practice) der zuständigen Arzneimittelbehörde nennen lassen. Bei medizinischen Blutegeln, die über eine arzneimittelrechtliche Autorisierung verfügen, ist zwingend die Beifügung einer Packungsbeilage erforderlich. Fehlt diese, kann es sich nicht um rechtskonforme Arzneimittel handeln. Verantwortlich für die rechtlich ordnungsgemäße Therapiedurchführung gegenüber dem Patienten ist der Arzt oder Heilpraktiker. Dies betrifft auch die Rechtskonformität des verwendeten Arzneimittels.

 

Die Zertifikate der Biebertaler Blutegelzucht können Sie hier einsehen: